Die Reichtümer Afrikas . Oder: Was hat die Armut Afrikas mit unserem Wohlstand zu tun?

Literarische Reportagen mit dem Reiseschriftsteler Michael Obert (Autor & Journalist)

WANN: DO, 25.03.2010, Beginn: 19:30
WO: Afro-Asiatisches Institut (AAI), Wiener Philharmonikergasse 2

Diamanten, Gold, Coltan, Rutil, Tantal, Erdöl, Kakao, Kaffee, Baumwolle, Tropenholz, Elfenbein - die Liste der Reichtümer Afrikas ließe sich endlos fortsetzen. Und trotzdem ist der Kontinent der ärmste der Welt. Wie kann das sein?

In seiner literarischen Reportage macht sich Michael Obert auf den Weg, um Antworten auf diese Frage zu suchen. Er reist in jene Gegenden, aus denen "Die Reichtümer Afrikas" kommen, spricht mit Diamantenschürfern in Sierra Leone, begegnet Kindersklaven und Menschenhändlern in den Kakaopflanzungen der Elfenbeinküste, begibt sich in die krisengeschüttelten Erdölregionen Nigerias und des Sudan und geht mit Pygmäen auf traditionelle Netzjagd im Tropenwald des Kongobeckens.

Michael Obert, Autor & Journalist, liest Auszüge aus seinen Reportagen und Büchern und „kombiniert freies Storytelling mit Elementen aus Performance und Theater“.
In seinen Erzählungen begegnen wir jenen Menschen, die zuallererst mit den afrikanischen Rohstoffen in Berührung kommen, bevor diese in die Umlaufbahn der globalen Wirtschaft eintreten. Während der Kontinent Afrika und die AfrikanerInnen oft mit leeren Händen zurückbleiben, erwirtschaften ihre Rohstoffe woanders Milliarden, nämlich in den Industrieländern. So führen seine Reportagen in die alltäglichen Arbeitswelten Afrikas, um am Ende wieder in unserer eigenen Welt zu landen, in unseren Supermärkten, unseren Juwelierläden, unseren Einrichtungshäusern, unseren Banken. Dort stellt sich die oft vernachlässigte, aber entscheidende Frage: Was hat die Armut Afrikas mit unserem Wohlstand zu tun?


Kooperation: AAI, KHG, Südwind Entwicklungspolitik, DKWE